Unser Mitglied Karin Oswald führt uns hinter die Kulissen des Austria eXreme Triathlon vom 20. Juni 2026:
GRAZ / DACHSTEIN. Bereits zum elften Mal jährte sich in diesem Jahr der legendäre Austria eXtreme Triathlon – ein Event, das für mich längst zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden ist. Ob in der Vergangenheit als anfeuernder Fan an der Strecke, motivierter Volunteer, um das Event überhaupt möglich zu machen oder als nervenstarke Supporterin im hochalpinen Gelände: Ich habe dieses Rennen schon aus vielen Perspektiven erlebt. Doch die diesjährige Auflage hielt eine besondere, doppelte emotionale Herausforderung für mich bereit.
Zwei Rollen, eine gemeinsame Leidenschaft
In diesem Jahr war ich an zwei Fronten gleichzeitig. Mein zukünftiger Ehemann stellte sich der sportlichen Herausforderung und ging als Radfahrer in einem Dreier-Team an den Start. Ich selbst durfte als offizielle Supporterin einen jungen Athleten unterstützen. In dieser Rolle ist man den ganzen Tag an der Seite seines Athleten, reicht Verpflegung und Utensilien, motiviert ihn und erlebt die Emotionen der gesamten Strecke hautnah mit. Besonders beeindruckt hat mich dabei der Kampfgeist meines jungen Athleten, der sich dieser extremen Herausforderung gestellt hat.
Von der Mur zum Dachstein-Massiv
Der Renntag begann für uns alle in den kühlen Morgenstunden an den Mur-Auwiesen südlich von Graz. Um 04:30 Uhr läutete die Startglocke für die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke . Es ist jedes Mal ein Gänsehautmoment, wenn das Wasser der Mur von den Athleten aufgewühlt wird und der harte Kampf gegen die Strömung flussaufwärts beginnt.
Nach dem Schwimmen ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke von 186 Kilometer und 3900 Hm. Für meinen Lebenspartner bedeutete dies, alles auf den Pedalen zu geben. Die Route führte über wunderschöne, aber unbarmherzige Bergpässe – ein Streckenprofil, das in seiner Intensität und landschaftlichen Schönheit durch die gesamte Steiermark führt und den Radfahrern alles abverlangte.
Während er Meter um Meter kämpfte, war ich als Supporterin immer bei meinem Athleten.
Den herausfordernden Abschluss bildete die 44 Kilometer lange Laufstrecke, die schließlich auf den höchsten Berg der Steiermark führt: das Dachstein-Massiv. Spätestens hier, beim harten Aufstieg Richtung Südwandhütte, wird die wahre Essenz dieses Events spürbar.
Als Supporterin durfte ich die letzten 17 km und 1000 Hm mit meinem Athleten mitlaufen, wie es im Reglement verpflichtend steht und war für Verpflegung, Aufmunterung und für seine Sicherheit an seiner Seite. Ich sah hautnah, wie viele Athleten & Supporter an ihre absoluten körperlichen und mentalen Grenzen gestoßen sind. Der Zieleinlauf und die Glückwünsche von der Organisatorin Maria Schwarz waren die Krönung und sorgten für unvergessliche Momente.
Einzigartig und unvergesslich und die perfekte Mischung
- Magisch: Die Kulisse vom nächtlichen Fluss mit Froschkonzert bis zum majestätischen Dachsteingletscher im Sonnenuntergang ist unvergleichlich.
- Fordernd: Die Natur nimmt keine Rücksicht; jede Sekunde verlangt absolute Hingabe von Athleten, Supportern, Teams und Helfern.
- Familiär: Man ist hier keine Nummer. Das Miteinander zwischen den Teams, den Volunteers und den Organisatoren schafft ein tiefes Gemeinschaftsgefühl.
- Einzigartig: Es gibt weltweit kaum ein Rennen, das Sport und Natur auf so ehrliche Weise verbindet.
Am Ende des Tages stand fest: Das Team meines Partners hat das Ziel überglücklich erreicht, und das Event war dank des unermüdlichen Einsatzes aller Volunteers ein voller Erfolg.
Mein Athlet finishte souverän und alle blicken wir unendlich stolz auf ein Wochenende zurück, das einmal mehr bewiesen hat, dass der „eXtreme-Triathlon“ weit mehr ist als nur ein Wettkampf – er ist eine Lebenseinstellung.









