Social Man Triathlon 4.7.2015

Ein Riesenerfolg für die Staffel der RSG Lebring: Ruud Klerks als Schwimmer, Hannes Fuchs als Radfahrer und Karl Scheier als Läufer belegten insgesamt den vierten Rang und siegten bei der Wertung der Staffel!

5 Kilometer durch den Grundlsee Schwimmen +

185 Kilometer und 3100 Höhenmeter Radfahren +

25 Kilometer und 1800 Höhenmeter Laufen

Herzliche Gratulation!!!

Irgendwann Anfang des Jahres fand Ruud Klerks die Ausschreibung zum Extrem Triathlon Socialman im Internet. 5 km Schwimmen (Grundlsee-Querung) / 185 km + 3.100 hm Radfahren (von Grundlsee über Postalm und Dientnersattel nach Rauris) / 25 km + 1.800 hm Laufen (von Rauris auf das Hochtor auf der Großglocknerstraße)! Da ihm klar war, dass er die Distanzen nie als Einzelstarter bewältigen könnte, schlug er vor, eine Staffel an zu melden. Relativ schnell fanden sich ein Radfahrer (Hannes Fuchs) und ein Läufer (Karl Scheier) und so wurde die RSG / Rad Fuchs Staffel angemeldet.   Ruud und Karl konnten sich recht gut vorbereiten, aber Hannes kam selten zum Trainieren, wegen seinem Geschäft und der “Lawine” an Arbeit. Aber bei Socialman geht es um das MITMACHEN und das war auch unser Motto. Mit der Teilnahme unterstützen wir den Behindertensport (SocialFriends; siehe auch Homepage www.socialman-traithlon.at)) Durchkommen war oberste Priorität.

Am 3. Juli versammelten sich 25 Einzelstarter und 25 Staffel am Grundlsee. Die Nervosität war spürbar. Nach Abholen der Startunterlagen und der Wettkampfbesprechung wurde der Körper noch mit einem üppigen Pastagericht gestärkt. Die Stimmung war gut und die Südsteiermark war mit zwei weiteren Staffeln gut vertreten. Im Hotel noch etwas trinken, wo Schwimmer Ruud Klerks eine Allergie-Attacke bekam, seine Nase lief schneller als Karl je laufen könnte. Ab ins Bett, weil der Start war um 05.30 Uhr!

4. Juli 04.00 Uhr: Aufstehen (alle haben nur wenig oder nichts geschlafen); um 04.45 Uhr fahren die 3 RSG Musketiere zur Wechselzone 1, um das Rad von Hannes ab zu stellen und weiter zum Start am Ost-Ende des Grundlsees. Nach kurzer Vorbereitung erfolgt Punkt 05.30 Uhr der Start ins kühle Wasser (17-19 Grad) für die Grundlsee-Querung (ohne Orientierungshilfe, so ohne Boyen). Ruud konnte schnell in seinem Rythmus finden und schwamm gemeinsam mit Martin Petruj (Einzelstarter) die ersten Kilometer. Die Orientierung war nicht so leicht, weil man das Ziel erst so etwa 2 km vorher sah, aber gefühlsmäßig hielt er eine gute Linie ein. Als das Ziel in Sicht kam, setzte Ruud nochmals an und konnte Martin hinter sich lassen. Und genau wie er es vorhergesagt hat, kam er nach 1.24 aus dem Wasser (als 7. der Staffelschwimmer) und übergab an Hannes. Während Hannes sich auf die Radstrecke begibt, gehen Karl und Ruud mit ihrer Begleitung (Sonja Scheier und Manuela Kriwetz) frühstücken und zusammenpacken. Etwa 1 Stunde später wird per Auto zur Postalm gefahren, wo man verabredet hat, Hannes das erste Mal mit Trinken und Essen zu versorgen. Da das Verkehr ein wenig stockte und wir beim Herauffahren der Postalm keinen Hannes trafen, wurden wir etwas nervös. Wenn wir ihn nicht vor dem Gipfel erwischen, dann dauert es, weil bergab ist der Radfahrer deutlich schneller als das Auto. Glücklicherweise konnten wir Hannes gerade noch einholen, bevor es in rasendem Tempo hinunter ging. Setzt man Hannes Fuchs in einem Bewerb auf ein Rennrad, ist er nicht mehr zu halten! Trotz mäßigem Training legte er vor allem bergauf ein Wahnsinnstempo hin. Er hatte schon einige Staffel und Einzelstarter eingeholt. Die Organisation hat alle Teilnehmer mit ein GPS-Sender ausgestattet, wodurch man die Radfahrer und später Läufer im Internet folgen konnte – hat ab Postalm super funktioniert. Nach Abtenau fuhren Sonja & Karl weiter nach Rauris, um sich vor zu bereiten. Da Hannes so schnell war, musste Karl’s geplantes Mittagsschläfchen gestrichen werden. Auffallend beim Socialman ist, dass alle einander anfeuern. Jeder weiß, wie schwer es ist und man versucht einander zu unterstützen, egal ob beim Schwimmen, Radfahren oder Laufen. Das gibt diesem Bewerb eine tolle Atmosphäre. Manuela & Ruud nahmen die Versorgung von Hannes weiter auf sich. Kurze Versorgung in St Martin und dann weiter nach Mühlbach. Da wollten sich die beiden einen guten Kaffee mit Bienenstich (Konditorei Bauer, empfehlenswert!!!) genießen, aber viel Zeit war ihnen nicht vergönnt, weil da tauchte Hannes schon wieder auf, der weiter ein Wahnsinnstempo hielt. Aber da wir wussten, dass der Knackpunkt der Dientnersattel  (3km mit über 15% Steigung) sein würde, haben wir ihn diese 3 km immer wieder versorgt und mit Wasser abgeduscht, was nicht überflüssig war. Am Dientnersattel musste Hannes kämpfen. Mit seinem leichtesten Gang (39 x 28) bei 30 Grad war es richtig hart oben zu kommen. Mittlerweile hatte Hannes 4 Staffelfahrer überholt und wir lagen somit auf dem 6. Platz insgesamt und als 3. Staffel im Rennen…..wer hätte das gedacht!? Die letzten 30 km waren dann doch noch hart und da spürte Hannes doch den Mangel an langen Radfahrten. Aber er biss durch und kam nach 6.03 in der Wechselzone 2 an. Leer – aber glücklich!!!

Karl war schon vorbereitet, aufwärmen war bei 30 Grad nicht wirklich notwendig. Mit Rucksack lief er auf dem Weg Richtung Großglockner. Bei den ersten Kilometer waren die Markierungen weg geholt worden (irgend ein Idiot) und Karl war dadurch total verwirrt und irrte in der Umgebung von Rauris herum. Nach Nachfragen fand er den richtigen Weg und setzte sein Tempo ein. Die ersten 17 km liefen wirklich gut. Auf den ersten Kilometern holte er schon schnell einen Staffelläufer ein und konnte ein gutes hohes Tempo halten. Die Strecke verlief durch eine wunderschöne Landschaft und obwohl es hart war, konnte Karl noch ein wenig genießen. Aber ab dem Tauernhaus (nach 17 km) ging bes STEIL hinauf auf das Hochtor (1.000 hm auf 8 km). Da nahm Karl die Stöcke, die vorab dort hin transportiert waren, und setzte an für den Aufstieg. Trotz Hitze und trotz dem steilen Wanderweg hielt Karl ein gutes Tempo. Sonja, Manuela, Hannes und Ruud waren mittlerweile zum Hochtor gefahren, um ihren Mitstreiter zu erwarten. Mittlerweile konnten wir auf dem GPS feststellen, dass Karl auf den insgesamt 4. Platz, aber als 1. Staffel im Rennen lag. Obwohl es uns nicht um den Sieg gegangen war, fließ eine Spur von Euphorie durch unsere Adern. Hannes und Ruud liefen Karl entgegen, um ihn auf den letzten Metern zu begleiten. Nach einen Kuss von Sonja, der den letzten Energiestoß gab, schritt Karl die letzten Meter Richtung Hochtor-Gipfel.

Nach 3.33 und insgesamt 11.32 Stunden fielen Karl, Hannes und Ruud einander in die Arme. Unerwartet haben sie die Staffelwertung gewonnen! Das war nicht vorherzusehen, aber ein schönes Tüpferl auf dem I nach diesen Kraft raubenden Kilometern. Trotzdem sollte man erwähnen, dass 3 Einzelstarter vor uns gefinisht sind, was bewundernswert ist, weil diese 3 Disziplinen und Distanzen alleine zu bewältigen ist mehr als HART.

Belohnung: keine Medaille oder Pokal, aber dafür ein kühles Bier und viel Freude & Spaß-Gefühle. Alle Leiden war schnell vergessen. Alle drei, Hannes, Karl & Ruud haben ein sehr gutes und positives Gefühl von diesem Bewerb mit genommen, dank sowohl des sozialen Charakters als auch dank des Teamgeists der Drei Kämpfer plus ihrer Begleitung (Sonja und Manuela).