Photo by Pablo Martinez on Unsplash

STRECKENVERLAUF

ETAPPENPLAN

HÖHENPROFIL

TEILNEHMER

SPONSOREN

Bordeaux – Tagesbericht

Wetter: Regnerisch und windig, gegen Abend Aufklarung.

Spruch des Tages: Weinverkostung: Was??? pro Eintrittskarte und Person NUR 1 Glas Wein

Bericht: Erstes gemeinsames Frühstück nach getrennter Anreise. Der Schmäh ist gleich gelaufen und beim Buffet war für jeden etwas dabei.

Danach starteten wir bei leichtem Regen und mit guter Stimmung zu einem Spaziergang zum Fluss und fuhren mit einem Boot zum Weinmuseum Cité du Vin. Durch das Museum führte uns ein interaktiver Audioguide. Dieses Programm genoss jeder auf seine Weise, da es unmöglich war, in der kurzen Zeit alle Stationen durchzuhören. Trotzdem war jeder beeindruckt.

Auf die anschließend angebotene Weinverkostung freuten wir uns schon. Leider wurde dafür gesorgt, dass keiner betrunken wurde… siehe Schlagwort! Hier wäre viel Verkostungswürdiges
gewesen.

Nach einem kleinen Imbiss starteten wir eine Tour durch Bordeaux mit einem Sightseeing-Bus. So bekamen wir einen groben Überblick über die Geschichte, den Aufbau und die Gebäude der Stadt. Ein Teil der Gruppe hat die letzten Kilometer der Tour de France mit einem Bier oder Glas Wein genossen, der andere Teil bummelte durch die Stadt oder erledigte Einkäufe.

Für den morgigen Start wurden von den männlichen Teilnehmern die Räder gemeinsam zusammengebaut und auf Funktionsfähigkeit überprüft.

Bei einem gemütlichen Abendessen ließen wir die Eindrücke des heutigen Tages auf uns wirken.

Text von: Michaela, Peter, Sigrid, Georg

Etappe 1: Bordeaux – Mimizan

Kilometer: 130
Zeit:
4:43
Höhenmeter:
420
Wetter:
leicht bewölkt; zwischen 23 und 27 Grad

Spruch des Tages: Maria meinte, sie will das “weite“ Meer sehen!

Bericht: Endlich geht’s los! Relativ pünktlich um 9:30 Uhr fuhren wir von Bordeaux los. Aufgehalten nur durch ein paar kleine Umleitungen kamen wir sehr gut aus der Stadt. Es war wenig Verkehr und somit waren wir schnell auf der vorgegebenen Route Richtung Dünen.

Zenz fuhr mit uns zu einer Bucht, wo man die größte Anzahl an Austern in Europa züchtet. Das war aber noch nicht ganz der Atlantik. Da wollte Maria dann das weite Meer sehen und nach ca. 60 km hatten wir seitlich einen Blick auf den Atlantik, damit waren schon einmal alle beruhigt und vor allem Maria.
Nach 67 km waren wir endlich am Parkplatz der Dune du Pilat, aber sahen kein Meer. Da Zenz wusste, es gibt viel Sand, mussten wir natürlich die Schuhe ausziehen. Wir gingen gemeinsam zu den Dünen, da waren wir alle sehr erstaunt! Es war ein Wahnsinn, wir sahen Berge von Sand und Massen von Menschen, die auf die Sandberge gingen. Wir natürlich mit und oben angekommen, sahen wir das Meer – den Atlantik – und machten einige Fotos. Inzwischen wurde eine Jause von unseren Begleitern Sigrid und Georg hergerichtet. Zurück am Parkplatz jausneten wir sehr gut und tranken natürlich wie immer kühle Getränke.

Wir machten uns wieder auf die Tour mit sehr wechselhaften Windverhältnissen. Nach ca. 110 km erwischte Maria ein Schlagloch und damit leider einen Platten. Peter meinte, du kannst ruhig sagen, du möchtest eine Pause und nicht eine Patschenpause verursachen. Zum Glück waren unsere Begleiter schnell zur Stelle und wir konnten gleich wieder weiterradeln.

Um 16 Uhr kamen wir dann ins unser sehr schönes Quartier mit Seeblick und einem Swimmingpool.
Marianne muss sich für den nächsten Triathlon vorbereiten und ging deshalb noch laufen für ein Koppeltraining. Georg lief auch noch eine Runde um den See.

Um 19 Uhr gingen wir Abendessen und freuten uns noch immer über das sehr schöne Wetter.

Text von: Marianne, Milan, Vinzenz

Etappe 2: Mimizan – Saint-Jean-le-Vieux

Kilometer: 146
Zeit:
5:39
Höhenmeter:
1140
Wetter:
sonnig, am Ende bewölkt, im Großen und Ganzen perfekt

Spruch des Tages: Zipfelstürmer

Bericht: Zusätzlich zum Tagesbriefing vor der Abfahrt wurde Günther von allen herzlich zum Geburtstag gratuliert.
Den ersten Lacher gab es während des täglichen Interviews, als die Tafel unserer Sponsoren sich langsam nach hinten verabschiedete.
Für weitere Lacher sorgte das Wort „Zipfelstürmer“!?

Fast pünktlich starteten wir die Tour Richtung Süden. Die Strecke war anfangs flach, die langen Geraden durch zahlreiche Pinienwälder wurden nur durch kleine Ortschaften unterbrochen.
Nach ungefähr 67 km erreichten wir den Atlantik, wo gemütlich eine Kaffeepause eingelegt wurde.

Nun verließen wir den Atlantik und fuhren Richtung Pyrenäen. Die Landschaft wurde hügeliger und abwechslungsreicher. Besonders schön waren die Sonnenblumenfelder, die sich mit schönen Gärten und Pflanzen abgewechselt haben.

Nach 106 km erreichten wir nach einer kurzen und steilen Auffahrt das Kloster Abbaye Notre Dame de Bolloc.
Unsere großartigen Begleiter zauberten in Kürze eine gute Jause hervor, an der wir uns kräftig stärkten. Als Gerhard das Scherzerl ergatterte, war alles perfekt.

Auf den letzten doch schon sehr hügeligen 40 km wurden wir durch eine Reifenpanne unseres Geburtstagkindes gestoppt.
Für Günther, Hubert, Milan und Peter wurde das Aufholen zum Rennen.
Gemeinsam sind wir nach 146 km und über 1000 Höhenmeter alle gut in Saint-Jean-le-Vieux im Quartier angekommen.

Bei einem Bier wurde die heutige Etappe nochmal ausführlich besprochen.
Danke an Vinzenz und Peter für die toll geführte Etappe!

Text von: Christa, Hubert und Günther

Etappe 3: Saint-Jean-le-Vieux – Sarrance

Kilometer: 101
Zeit:
6:00 bzw. 6:42
Höhenmeter:
3100
Wetter:
anfangs bewölkt, später Nieselregen, noch später starker Regen, dann wieder bewölkt und saukalt (6 Grad am vorletzten Berg)

Spruch des Tages: Von den Pyrenäen nicht viel gesehen…

Bericht: Endlich war es soweit – die erste Bergetappe begann – und die hatte es ordentlich in sich. Nach 10 relativ flachen Kilometern ging es zuerst auf den Col de Bagargui, dabei wurden auf 18 Kilometer ca. 1300 Höhenmeter bewältigt. Der Steigungsmesser war nur selten unter 10 Prozent, dementsprechend schwierig war der erste Berg. Ein leichter Nieselregen, typisch für die Westpyrenäen, begleitete uns beinahe den ganzen Tag. Zusätzlich wurde es auch immer kälter.
Nach einer schwierigen nassen Abfahrt machten wir eine kurze Pause in Larrau. Danach ging es über Sainte-Engrace bereits zum nächsten Anstieg auf den Col de Soudet. Am Beginn des Anstiegs haben wir uns noch mit den vorbereiteten Broten gut gestärkt. Jeder fuhr sein individuelles Tempo und das Wetter wurde immer ungastlicher, zwischendurch sogar strömender Regen! 21 Kilometer mit langen Passagen von über 10 Prozent Steigung machten es uns schwer. Endlich am Col de Soudet angekommen, galt es sich für die Abfahrt warm anzuziehen. Durch den dichten Nebel sah man so gut wie NIX.
Die drei schnellen, Milan, Peter und Wolfgang, fuhren sofort weiter und der Rest folgte. Die Abfahrt war wieder schwierig, nass, schmal und rutschig durch viel Split.
Die Krönung des heutigen Tages war dann der relativ kurze 4 Kilometer Anstieg auf den Col d’Ichère. Danach ging es 7 TROCKENE Kilometer zu unserem Hotel.
Das Highlight des Tages gab es bereits bei der morgendlichen Vorbesprechung: Vinzenz teilte an alle Radler einfolierte Höhendiagramme für die heutige Etappe aus!

Text von: Maria, Gerhard und Wolfgang

Etappe 4: Sarrance – Lourdes

Kilometer: 93
Zeit:
4:17
Höhenmeter:
2230
Wetter:
kein Regen – Sonne, Wolken und Nebel wechselten sich ab

Spruch des Tages: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen (Peter).

Bericht: Das französische Frühstück wurde von uns selbst vervollständigt, denn nur mit Croissants und Butter kommt man nicht weit. Durch Peters falsche Information kam Milan mit der Nizza-Dress. Auf Sigrids Anmerkung „Du schaust anders als die Anderen aus“ bemerkte er, dass Froggy gefragt war. Koffer wieder raus, ins Zimmer und wieder umziehen!

Alle sind dann abfahrbereit … nur Hubert steht ohne Socken da. Koffer raus, Socken raus…. Der Tag fing ja gut an.

Endlich gings bergauf. Nur Peter fuhr nach 3 km wieder bergab. Er vergaß den Startknopf zu drücken. Das steilste Stück fuhr er 2 x, um die Höhenmeter auszugleichen.

Der erste Pass war der Col de Marie-Blanque mit 7,2 % durchschnittlicher Steigung. Die ersten 5 km mit 4,2 % und die letzten 4 km mit 11,5 % Durchschnittssteigung. Bei der Auffahrt wurde niemandem kalt. Nach dem Fototermin folgte eine traumhafte berauschende Abfahrt (lt. Peter eine der schönsten seines Lebens).

Dann gings auf den Col de Aubisque. Obwohl die Auffahrt sehr lang war, war sie wegen der gleichmäßigen Steigung relativ angenehm zu fahren.

Hier wollten wir unsere verdiente Jause genießen, was aber durch einen lästigen Gaul verhindert wurde. Dieser wollte unbedingt mitnaschen und ließ sich nicht vertreiben.  Die Jause wurde abgebrochen und weiter ging‘s im dichten Nebel auf den Col du Soulor.

Die Abfahrt in Richtung Lourdes führte durch das beeindruckende „Cirque du Litor“, einem amphietheaterähnlichen Tal mit steil abfallenden Wänden.  Die letzten 33 km absolvierten wir auf großteils abfallender Straße bei sonnigem Wetter bis zu unserem tollen Quartier in Lourdes. Hier wurden wir mit einem Sportlermenü verwöhnt und danach ging‘s zur Grotte der Hl. Bernadette.

Text von: Michaela, Peter, Georg und Sigrid

Etappe 5: Lourdes – Arreau

Kilometer: 94 und 120
Zeit:
1. Gruppe, Ankunft in der Unterkunft 16:30 Uhr, Fahrzeit 5:20, 2. Gruppe, Ankunft 18:30 Uhr, Fahrzeit 6:45
Höhenmeter:
1. Gruppe: 2500, 2.Gruppe: 3480
Wetter:
In der Früh in Lourdes ein Gewitter vor dem Wegfahren. Gott sei Dank wurde es immer besser, Richtung Tourmalet kam die Sonne immer mehr raus und die 1. Gruppe hatte schon beim Jausnen wunderschönen Sonnenschein. Beim Berg Abfahren war es teilweise frisch

Spruch des Tages: Alle, die den Luz Ardiden nicht gefahren sind, meinten, das war die beste Entscheidung!

Bericht: In der Früh nach einem Fototermin bei der Wallfahrtskirche von Lourdes, leider ohne Fahrräder, da wir sie nicht mit in den Vorplatzbereich der Kirche mitnehmen durften, fuhren wir Richtung Luz Ardiden. Nachdem wir die Kettenprobleme mit Günther 2x behoben haben, sind wir am Fuße des Luz Ardiden stehen geblieben und teilten uns in zwei Gruppen.

Zenz, Peter, Milan und Günther sind auf die Schistation von Luz Ardiden geradelt. Die anderen Radler haben gleich den Col du Tourmalet in Angriff genommen.
Beim Aufstieg nach Luz Ardiden hat es leider ganz kurz geregnet. Oben angekommen war die Straße wieder trocken und die Sonne hat geschienen. Nach ein paar Fotos sind wir wieder den Berg runtergefahren und ebenfalls Richtung Tourmalet geradelt.

Die 2. Gruppe hat den 19 km langen Aufstieg auf den Col du Tourmalet, den höchsten befahrbaren französischen Pass der Pyrenäen, bewältigt. Nach einer Fotosession und Jause sind sie weiter zum Col d’Aspin geradelt. Nach herrlichem Wetter haben sie das Quartier um 16:30 Uhr erreicht und mit einem lustigen Gedankenaustausch die Tour ausklingen lassen.

Die Gruppe von Zenz hatte leider Probleme! Ein Patschen bei Günthers Vorderrad 1 km vor dem Gipfel des Tourmalet. Georg brachte das Ersatzrad und Peter und Milan haben das defekte Rad inzwischen repariert. Nach der Kaffeepause war im Reifen von Günther wieder keine Luft. Nochmals wurde das Rad getauscht und Günther konnte endlich wieder losfahren. Aber leider als Zenz losfahren wollte, war bei seinem Hinterrad die Luft ausgegangen. So wurde wieder das ganze Hinterrad getauscht und die Abfahrt konnte nach diesen Hindernissen in Angriff genommen werden.

Nach einem Foto auf dem Col d’Aspin folgte die 13 km weite Abfahrt bis zum Etappenziel, wo sie um 18 Uhr 30 ankamen.
Um 19 Uhr 30 gab es das wie immer sehr gute Abendessen und jeder erzählte seine heutigen Erlebnisse!

Text von: Marianne, Milan und Vinzenz

Etappe 6: Arreau – Saint-Lary

Kilometer: 83
Zeit:
4:50
Höhenmeter:
2200
Wetter:
anfangs bewölkt und zunehmend sonnig, max. Temperatur 36 Grad

Spruch des Tages: Schleimspur

Bericht: Nach einem außergewöhnlichen Frühstück mit Teller starteten wir ohne Stress unsere heutige Etappe. Sie führte uns über drei Pyrenäenpässe zunächst auf den Col de Peyresourde, der eine angenehme Steigung mit 4,9 % auf einer Länge von 18 km hatte. Nach dem Gruppenfoto ging es zur 30 km langen Abfahrt nach Saint Beat, dort wurde eine außertourliche Kaffeepause zur Freude aller eingelegt.

Der Anstieg zum Col de Mentè über 9,7 km mit seiner 8,7 % Steigung hat uns schon mehr gefordert. Landschaftlich war die Gegend üppig und grün.Sigrid und Georg zauberten uns am Pass wieder eine hervorragende Jause, danke euch dafür!!!!

Nach einer wunderschönen Abfahrt über viele Serpentinen begann der letzte sehr steile Anstieg auf den Col de Portet-d‘Aspet. Gleich zu Beginn haben wir an der Gedenktafel von Fabio Carsatelli, der 1995 bei der Tour de France verunglückte, einen Stopp eingelegt.

Nach vier sehr anstrengenden und warmen Kilometern erreichten wir die Passhöhe.Die letzten Kilometer gingen zügig und flott bergab zu unserem Hotel in Saint Lary, wo uns der Wirt auf der Straße freundlich empfang.

Auf das Willkommens Getränk hat uns die Michaela eingeladen, deshalb ein herzliches Dankeschön!

PS: heute war die erste Tour ohne Panne!!!

Text von: Christa, Hubert und Günther

Etappe 7: Saint-Lary – Tarascon-sur-Ariège

Kilometer: 106
Zeit:
5:40
Höhenmeter:
2200
Wetter:
Sonnig und sommerlich warm

Spruch des Tages: 7. Tag – 11 Pässe liegen hinter uns, 12 vor uns (Grinsen von Vinzenz)

Bericht: Der Tag begann sehr ruhig, da die übrigen Gäste – Franzosen – erst spät frühstücken, also bbsssssss.

Erstmalig wurden wir bereits auf den ersten Kilometern mit strahlendem Sonnenschein begleitet, Herz was willst du mehr. Durch viele kleine Dörfer, die beinahe an das Mittelalter erinnerten, ging es ein Tal leicht fallend auswärts. Nach 12 Kilometern war es soweit, der erste der heutigen drei Pässe begann. Leider schaffte es Marianne beim Stehenbleiben nicht ganz aus den Pedalen und landete unsanft auf dem Asphalt. Abschürfungen auf dem Ellenbogen waren die Folgen.

Die Hälfte des 17 km Anstieges auf den Col de la Core war relativ angenehm, die zweite Hälfte war dann schon wesentlich anstrengender. Alle sind heil angekommen und das obligate Gruppenfoto folgte.
Danach folgte eine schöne Abfahrt nach Seix, einem sehr belebten Ort im Tal. Nun erfolgte die 20 Kilometer lange leicht steigende Anfahrt zum zweiten heutigen Pass, dem Col d‘Agnes. Unmittelbar vor dem Aufstieg machten wir unsere längere Pause.

Wie immer fuhr jeder sein Tempo den 10 Kilometer langen Berg hinauf. Die Müdigkeit des 7. Tourtages machte sich bei jedem bereits bemerkbar. Obwohl – die Stimmung war wie von Anfang an sehr gut!
Nach einer kurzen Abfahrt machten wir eine Kaffeepause an einem idyllischen Bergsee.
Die letzten vier Kilometer noch hinauf zum Port de Lers und auch der dritte Pass war geschafft.

Was nun folgte, war eine wunderschöne 25 Kilometer lange Abfahrt zu unserem heutigen Zielort Tarascon-sur-Ariège. Der herzliche Empfang einer jungen feschen Französin und das Ankunftsbier waren ein versöhnlicher Abschluss dieses anstrengenden Tages.
Gleich im Nebengebäude befand sich unser Restaurant, in dem wir das Abendessen reserviert hatten. Dieses Abendessen war bis jetzt das feinste und delikateste, gleich einem Haubenlokal.
Wobei wir anmerken müssen, wir aßen immer recht gut.

Text von: Maria, Gerhard und Wolfgang

Etappe 8: Tarascon-sur-Ariège – Andorra la Vella

Kilometer: 118 bzw. 110
Zeit:
6:27
Höhenmeter:
2800 bzw. 2200
Wetter:
Sonnig und heiß

Spruch des Tages: „Ja, des is der Col des Zaht‘ si“

Bericht: Nach einem ausgiebigen Frühstück in sehr schönem Ambiente ging es über Nebenstraßen 10 Kilometer lang durch ein wunderschönes Tal gemächlich Richtung Pas de Souloumbrie. Sowohl Auf- als auch Abfahrt dieses Passes waren absolut verkehrsarm, was das Radfahren sehr angenehm machte.

Nach einer kurzen Rast begann die 35 Kilometer lange Auffahrt auf den Port d’Envalira, bei der wir an die 1900 Höhenmeter überwinden mussten. Da es von französischer Seite nur eine Zufahrtsstraße nach Andorra gibt, hatten wir bei diesem Anstieg sehr viel Verkehr. Und obwohl die Straße als Schnellstraße gekennzeichnet war, wurden wir als Radfahrer sehr tolerant behandelt.

Ungefähr 10 Kilometer vor der Passhöhe erreichten wir die Grenze nach Andorra, ohne kontrolliert zu werden. Wir tauchten in Hochalpines Gelände ein und erreichten nach wenigen Kilometern, als fast geschlossene Gruppe, den mit 2407 Metern höchsten Pass der heurigen Tour. Alle Teilnehmer waren glücklich, dass die ersten beiden Berge neutralisiert mit angenehmem Tempo gefahren wurden.

Nach einer 16 Kilometer langen traumhaften wunderschönen Abfahrt trennte sich die Gruppe und Maria, Christa und Michaela fuhren auf der Hauptroute Richtung Hotel, während der Rest einen Abstecher über den Col d‘ Ordino, mit nochmals circa 450 Höhenmetern und einer Länge von 9 Kilometern, machte.

Die sehenswerte Serpentinenstraße, die sich der Felswand hoch schlängelte, ließ uns schnell an Höhe gewinnen. Die heiße Nachmittagssonne forderte von den Fahrern Alles und aus diesem Grund gönnten sie sich eine wohlverdiente Pause mit kühlen Getränken.

Erneut wurden wir mit einer tollen 25 Kilometer langen Abfahrt belohnt.

Die heutige Königsetappe unserer Tour wird uns allen durch die Betreuung von unseren Begleitern Georg und Sigrid und dem Nicht-Angriffspakt in guter Erinnerung bleiben.

Das tolle Buffet war ein weiterer Höhepunkt des Tages und ein guter Abschluss des Abends.

Text von: Michaela, Peter, Georg und Sigrid

Etappe 9: Andorra la Vella – Cardona

Kilometer: 130
Zeit:
6:21
Höhenmeter:
2257
Wetter:
In der Früh schon relativ warm, auf den Bergen noch angenehm, bei der Auffahrt zum 2. Berg wurde es immer windiger und heißer, wir hatten Temperaturen bis 40 Grad.

Spruch des Tages: Wenn Sigrid an der Grenze aufgehalten wird, fahren wir weiter und tun, so als ob wir nicht dazugehören – die Koffer sich nicht unsere Koffer und das Bier gehört uns auch nicht…

Bericht: Nach sehr gutem Frühstücksbuffet und Fototermin bzw. Tagesinterview fuhren wir um ca. 9:30 Uhr Richtung Grenze Andorra – Spanien. Wir hatten Glück, die Wartezeit hielt sich in Grenzen und so konnten wir relativ rasch auf einer gut ausgebauten Straße mit Radstreifen die Grenze überqueren. Die Autos wurden Gott sei Dank nicht kontrolliert! Alkohol und Koffer waren gerettet.

Nun ging es Richtung Coll de la Trava, 16 km und 800 Höhenmeter waren zu bewältigen. Zum ersten Mal hatten wir eine sehr schlechte Straße, Gott sei Dank nur bergauf. Nach einem Gruppenfoto auf dem ersten spanischen Berg wurden wir mit einer wunderschönen Abfahrt Richtung Tuixent belohnt.

Nachdem unsere Begleiter Sigrid und Georg in Tuixent nichts einkaufen konnten, gab es Restlessen. Aber trotzdem hervorragend und gleich neben einer frischen Wasserquelle.

Wir starteten den letzten längeren Anstieg unserer Tour zum Coll de Port mit 9 km und 500 Hm.

Obwohl der Anstieg nach 8 Tagen für uns leichter war, spürte jeder schon seine Beine und noch dazu wurde es immer heißer.

Die Abfahrt war recht schön, aber nach 10 km wurde es immer welliger. Jeder Anstieg war für uns anstrengend und die Hitze kam auch noch dazu. Wir hatten bis zu 40 Grad und somit mussten wir öfters stehen bleiben, um unsere Trinkflaschen anzufüllen. Ein Stopp war wunderschön an einem grünen riesigen Staudamm.

Lange haben wir auf Tunnel gewartet und plötzlich nach dem Staudamm fuhren wir durch mehrere Tunnel durch, jeder war für uns eine kleine Abkühlung.

20 km vor dem Etappenziel machten wir die letzte Trinkpause und dann ging es Richtung Cardona in unser Hotel Bremon.

3 km vor unserem Ziel sahen wir eine Burg auf dem Berg und wir wussten, da müssen wir noch hinauf. So war es dann auch! Glücklich angekommen, warteten wir auf den Check in, da es nur eine Person an der Rezeption gab. Getränke musste Sigrid organisieren, da kein Kellner da war.

Dann gings ab in die Dusche. 19:30 Uhr gab es das Abendessen.

Text von: Marianne, Milan und Vinzenz

Etappe 10: Cardona – Barcelona

Kilometer: 110
Zeit:
5:10
Höhenmeter:
1400
Wetter:
sonnig

Spruch des Tages: Barcelona wir kommen

Bericht: Unsere letzte Etappe starteten wir von Cardona aus pünktlich um 9.00 Uhr bei sehr schönem Wetter. Die ersten 40 km gingen zügig bergab und wurden bei moderatem Tempo gefahren. Unsere Fahrt wurde durch einen Patschen bei Huberts Rad unterbrochen.
Landschaftlich wurde es immer flacher und der Geruch der Pinien begleitete uns Richtung Barcelona.

Die Disziplin der Autofahrer ist uns allen trotz sehr starkem Verkehr positiv aufgefallen.
Bei den zwei letzten Steigungen waren die schweren Beine bei allen spürbar.

Ein kurzer Abstecher führte uns auf den Parc de la Serra Collserola, wo wir einen wunderschönen Blick auf Barcelona hatten. Dieser Ausblick belohnte uns über die tagelangen Strapazen.
Das ganze Plateau wird von der Basilika zum Heiligen Herzen geprägt.

Zügig ging die Fahrt Richtung Stadt, wo wir das Fußballstation Camp Nou des FC Barcelona besichtigten.

Weiter führte uns die Strecke zu unserem Ziel der diesjährigen Tour, auf den Hausberg Montjuic mit seinem Olympiastation, wo wir alle sehr stolz auf unsere Leistungen waren.

Große Erleichterung war in der gesamten Gruppe zu spüren, da wir unfallfrei und ohne größeren Zwischenfall das Ziel erreichten.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Maria und Vinzenz und den Begleitern Sigrid und Georg für die großartige Organisation und ausgezeichnete Betreuung.

Nach der Fotosession rollten wir über gefüllt 100 Ampeln ins Hotel und freuten uns auf ein kühles Getränk.

Text von: Christa, Hubert und Günther

Barcelona – Tagesbericht

Wetter: sonnig und heiß

Spruch des Tages: Was ist anstrengender? Unsere Tour oder Sightseeing?

Bericht: Aufstehen, Frühstücken, Koffer packen, Autos einpacken, Rennräder startbereit machen, Interview, Streckenbesprechung und dann gings los. So war der morgendliche Ablauf an den vergangenen 10 Tagen.

1. Tag in Barcelona: … heute nicht! Wir sind an unserem Ziel angekommen, das Hotel Pestana war perfekt, das Frühstück ebenfalls. Treffpunkt um 9:30 Uhr, naja etwas später ging es dann richtig los mit unserer Kennenlerntour mit „Barcelona Bus Turístic“, die beste Art sich einen Überblick über diese große Stadt zu verschaffen. Das Olympiastadion, der Montjuic, der Hafen, usw. – viele Eindrücke und Informationen fesselten unsere Aufmerksamkeit. Doch nachdem unsere Begleiter Sigrid und Georg dieses Mal keine Jause vorbereiteten, mussten wir wohl oder übel ein Lokal für unsere Stärkung suchen – und wir haben es auch gefunden, wohltemperiert, sehr gute Auswahl und die Stimmung, ja die war sowieso wie immer sehr gut.
Schließlich ging es wieder weiter, Vinzenz, Maria und Georg besichtigten La Padrera, alle anderen bestaunten die Kathedrale von Barcelona „La Catedral“, ebenfalls ein beeindruckender Bau mit einem tollen Innenhof. Schließlich trafen wir uns wieder bei der Sagrada Familia, einem der bekanntesten Bauwerke von Barcelona. In zwei Gruppen besichtigten wir diese von Antoni Gaudí entworfene Basilika, die 2010 geweiht, jedoch erst 2026 fertiggestellt sein wird. Mit zwei Worten – SEHR BEEINDRUCKEND. Nun, nachdem Maria ihr Taschenmesser wieder (bereits das 2. Mal an diesem Tag) zurückbekommen hatte, ging es in einem Marathontempo elendslang in Richtung Quartier. Kurz vorher entdeckten wir dann doch noch ein Lokal, in dem wir uns für den letzten Kilometer stärken konnten – sehr laut, weil an einer Hauptstraße gelegen, aber doch auch wieder recht nett.
Im Hotel noch ein Absacker an der Bar, und ab ging es in unsere Zimmer!

2. Tag in Barcelona: Kurz vor unserem Abmarsch ging es wieder zurück in die Lobby: Die Radler und Radlerinnen bedankten sich mit Geschenken bei den Begleitern Sigrid und Georg für ihre hervorragende Betreuung und bei Maria und Vinzenz für die Vorbereitung dieser Radtour von Bordeaux nach Barcelona.
Dann ging‘s Richtung Placa Catalunya, wo wir wieder in den Bus einstiegen in Richtung Park Guell. Heute war es extrem heiß, so war die Lust zu Besichtigungen ein bisserl eingedämpft. Wolfgang und Peter fuhren mit dem Taxi zum Aquarium, wo es ein bisschen kühler war. Über die Brücke gings zu La Rambla, wo sie wieder auf einen Teil der Gruppe trafen. Der Nachmittag wurde von jedem individuell verbracht.

Georg stieg etwas frühzeitiger aus dem Bus aus, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen, er musste ja schon heute zurück nach Wien.
Um 17 Uhr war Treffpunkt in der Tiefgarage zum Einpacken der Räder – alle sehr pünktlich!!!
Ein bisschen Abschiedsstimmung kam nun auf, diese 14 Tage gingen schnell vorbei und viele Emotionen und Eindrücke werden bleiben.

Nun noch die sportlichen Eckdaten
1136 Kilometer
ca. 21 000 Höhenmeter
10 Etappen

Text von: Maria, Gerhard und Wolfgang