Apfelland-TRI-Stubenbergsee 23.5.2015

Wir gratulieren Jochen Hirschmann für seine Leistung beim Apfelland-TRI-Stubenberg.

Hier sein Bericht: Aufgrund der äußeren Umstände mein bisher härtester Triathlonbewerb! Viele Mitstreiter verzichteten gleich von Anfang an auf einen Start, 15 Athleten gaben während des Rennens auf. Dauerregen und für die Jahreszeit viel zu kalt, da hielt sich meine Motivation bereits beim Rad Check-in sehr in Grenzen.

Schwimmen: Selbst im Kälteschutzanzug hampelten viele aufgrund der Kälte bereits am Land nervös hin und her, im Wasser war die Temperatur etwas angenehmer als draußen an der Luft. Bis zur ersten Boje hatte ich ziemliche Probleme mit Luft und Rhythmus (erste Gedanken zur Aufgabe kamen auf), danach konnte ich die insgesamt zwei Runden (1,7 km) zum Glück aber ohne weiter Zwischenfälle durchschwimmen. Schwimmzeit: 31 min 57 sec

Rad: Zu meiner Verwunderung hingen noch recht viele Räder in der Wechselzone, meine Motivation stieg. Die Radstrecke (64 km) des Stubenberg-TRI ist bekanntlich sehr anspruchsvoll / hügelig und war an diesem Tag eindeutig die schwierigste (und gefährlichste) Disziplin. An der höchsten Stelle hatte es angeblich nur + 5° C, in Kombination mit Dauerregen und Wind von allen Seiten bekam man bei den steilen Abfahrten mit teilweise > 70 km/h wortwörtlich kalte Füße! Ich wollte in den Kurven nicht allzu viel riskieren und stand lieber etwas zu viel als einmal zu wenig auf der Bremse. Kleiner Wermutstropfen: es wurde meiner Meinung nach über lange Strecken im Bulk gefahren, was aber aufgrund der Anzahl der Teilnehmer, der selektiven Strecke und dem lästigen PKW-Verkehr schwer zu vermeiden war. Die Wettkampfrichter fuhren lediglich ein einziges Mal an mir vorbei, somit hatte die Kontrolle maximal Alibicharakter und es gab keinerlei Sanktionen für “Dauerlutscher”. Letztendlich war ich aber einfach nur froh, wieder unfallfrei die Wechselzone zu sehen. Radzeit: 2 h 7 min 17 sec

Laufen: Die ersten 2 Kilometer waren meine Füße wie eingefroren und komplett taub, danach erkribbelten sie sich wieder langsam zum Leben und es lief sich von Kilometer zu Kilometer besser. Es hörte auch endlich zu regnen auf und somit gestaltete sich die Pendelstrecke (insgesamt 15 km) recht kurzweilig. Laufzeit: 1 h 8 min 27 sec

Gesamtergebnis: 39. Rang von 107 Finishern und 4. Rang in meiner Alterklasse, damit kann ich sehr gut leben!

euer Jochen