20.7.2019 Three Peaks Bike Race 2019 von Wien nach Barcelona

Ein Bericht von Walter Reiterer:

Das Rennen ist vom Format her gleich wie das “Transcontinental Race” ausgelegt. Also keine fremde Hilfe von außen erlaubt, „ self supported“.

Meine Erwartungen waren bei weitem nicht so hoch gesteckt wie die des Veranstalters und der Medien (Kleine Zeitung). Ich wollte von Anfang an ein für mich entspanntes erlebnisreiches Rennen fahren, das ist mir auch gelungen. Start war in Wien Schönbrunn, symbolisch sehr wertvoll für mich, denn vor genau 32 Jahren startete ich hier auch bei einem sehr großen Rennen, die “Dusika Jugendtour”. Am Start war auch noch ein Vereinsmitglied – Erich Tausendschön – wir beschlossen schon im Vorfeld, ohne zu ahnen, dass wir die Einzigen sein werden, die Südroute in Richtung Lienz zu fahren. Drei Vorteile ergaben sich dadurch: 1. Etwas weniger Verkehr und 2. Weniger Kilometer und 3. wir waren für unser Dody-Watcher immer gut sichtbar.

Die erste Nacht bin ich bis Lienz durchgefahren, gestartet sind wir am 20.07.2019 um 16:00 Uhr, um 8 Uhr morgens war ich bereits in Lienz, wo ich bei einer mir bekannten Stelle ein wassergekühltes Gösser genossen habe, vier Euro habe ich dort am Brunnen des Bauern liegen gelassen. Gestärkt ging es in den zweiten Tag hinein, bis Bozen bin ich am Sonntag noch gekommen. Ein nettes kleines Hotel beherbergte mich bis 03.00Uhr.

Früh am Morgen ging es in Richtung Meran und weiter hinauf zu ersten Peak, den Stelvio Pass 2756m Seehöhe. Nach einer genüsslichen Suppe fuhr ich weiter über Bormio zum Como See.

Dienstag Frühmorgens ging es dann in die Po-Ebene in Richtung Peak zwei, dem Col del Finestre, den Aufstieg bin ich gemeinsam mit Andreas Hauser hoch gefahren. Oben erwartete mich der Veranstalter Michael Walkner bereits mit Freude, in Cesana nahm ich dann ein nettes Hotel.

Mittwoch ging es dann in Richtung Frankreich, Gap runter zur Provence, in Manosque begegnete  ich Jürgen Knupe, dem Deutschen, der leider zweitplatziert wegen Nackenprobleme aufgeben musste. In der Zwischenzeit ist mein Garmin kaputt gegangen und mit Mühe und Not erreichte ich spätabends Salon-de-Provence.

Donnerstag startete ich erst um 05:00Uhr morgens, meine Strategie war jetzt entlang der Küste zu fahren, da kann nicht viel schief gehen. Ziel war es, bis am Abend Perpignan zu erreichen, mit wunderbaren Erlebnissen erreichte ich dann am späten Abend mein Tagesziel.

Freitag 03:00 Uhr früh ging es hinauf über Prades nach Andorra, wobei ich noch denn dritten Peak erreichen konnte, Ordino Arcalis.

Bei der Abfahrt war mir dann, trotz aller Bekleidung, so kalt, dass ich das erste wunderbare Hotel nach der Abfahrt nahm.

Samstag 27. Juli und letzter Tag: nicht so wie sonst ging es um 6:00 Uhr dann schlussendlich über Monserat nach Barcelona.

Um 0:56 Uhr am Sonntag erreichte ich gemeinsam mit Andrea Polo, Italiener, nach 7 Tagen und 8 Stunden das Ziel am Arce de Triumph in Barcelona.

7 TAge 8 Stunden 56 Minuten

2300 Kilometer

5 Patschen

viele Erlebnisse