15.9.2018 Tuscany Road 2018

Ein Bericht von Walter Reiterer:

… und zum Abschluss der Saison hab ich noch einen Bericht …

Tuscany Road 

NACH DEM MOTTO DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS!

Erstmalig startete ich in der Toskana – das “Tuscany Road” ist eine interessante Veranstaltung. Du entscheidest, wie schnell es geht, es kann ambitioniert zur Sache gehen oder ganz gemütlich.

Ich habe mich natürlich für die ambitionierte Variante entschieden, etwas schneller.

Ein paar Tage zuvor bin ich mit dem Auto zum Zielort in der Nähe von Rom angereist und von dort ganz gemütlich mit meinem Rad in Richtung Norden zum Startort nach Massa gefahren. Dabei besuchte ich historische Orte wie Orbetello, Grosseto, Castiglione della Pescaia, Cecina, Livorno, Pisa, Lucca, Viareggio, Carrara und schließlich Massa.

Am Samstag, den 15. September, um 8 Uhr war es dann soweit: Ich und rund 170 Starter erwarteten jetzt 540km wunderschöne Toskana.

Aber zuerst geht es in einen richtigen Hammerberg von Null auf  1100m über Meer, gleich am Anfang setzte sich eine Spitzengruppe von ca. 15 Fahrern ab, oben auf der Passhöhe  des Passo del Vestito war ich dann alleine vorne.

In der Abfahrt nach San Pietro in Campo war ich schon sehr weit vorn, aber ich musste warten und nutzte die Zeit für einen Espresso und Flaschen auffüllen.

Kurz vor dem nächsten Anstieg in Fornoli erfreute ich mich wieder an Gesellschaft, eine 7 Mann Gruppe, perfekt für den Brandeglio und wieder zerteilte sich die Spitze, bei der Abfahrt waren wir zu zweit.

In Montecatini Terme nach ca. 100km nur mit einer Fahrzeit von 3h. 10 min war eine kurze Pause fällig.

Kurze Zeit später schlossen wieder zwei Fahrer auf uns auf und so ging es dann bis Florenz, da machten wir wieder eine große Pause.

Ich beschloss dann allein weiter zu fahren und das Tempo etwas zu reduzieren.

In Poggibonsi ging es dann auch gleich in die Nacht hinein bis Volterra, eine wunderschöne Historische Stadt, wo ich mir eine längere Pause von 45 min gönnte.

In dieser herrlichen Nacht ging es dann in Richtung Siena, bei einer weiteren Pause  traf ich Jasper aus Belgien, ein junger ambitionierter Fahrer, aber 20km vor der letzten größeren Steigung habe ich ihn verloren.

Dann machte ich wieder ein große Pause von fast 50 min.

Der schönste Moment ist immer, wenn die Sonne aufgeht und ganz viel Energie zurückkommt.

Nur mehr 100km, es war heiß in  den Tälern nahe zum Latium, ich denke so um die 40°Celcius.

Endlos scheinende Steigungen geht es Richtung  Westen also zur Küste. Nur mehr 40km  und das Steindorf Capalbio rückte immer näher, aber es erschien mir endlos ewig.

Subjektiv würde ich sagen länger als 100km.

Alles wird gut, Capalbio ist erreicht, und jetzt ging es nur mehr 12km bergab zum Ziel nach Capalbio Scalo.

ZIEL ERREICHT!!!! 

16. September     13 Uhr     560km      10780 hm

Gesamte Stopp und Pausenzeiten: 8h 23min

Wichtig für mich ist immer SAFE zu fahren.

Bis zum nächsten Abenteuer

Liebe Grüße

Walter Reiterer