23.6.2018 Austria eXtreme Triathlon

Mit Christian Trummer und Jochen Hirschmann starteten am 23. Juni 2018 gleich zwei RSG Lebring Mitglieder beim härtesten Eintages-Langdistanz-Triathlon-Bewerb Österreichs, dem 4. Austria eXtreme Triathlon.

Austria eXtreme bedeutet 3,8km Flussschwimmen in der Mur (davon die Hälfte flussaufwärts!), 210km Radfahren (verlängerte Radstrecke aufgrund der Sölksperre) und 44km Laufen bei insgesamt mehr als 5.000 Höhenmetern.

Pünktlich um 04:30 fiel der Startschuss und rund 100 internationale StarterInnen warfen sich noch vor der Morgendämmerung in die +15°C kalte Mur und kämpften gegen teilweise starke Strömung an, da wird man erst so richtig munter! Etwas ausgekühlt ging es dann auf die Radstrecke Richtung Gaberl, die Lufttemperatur betrug hier auf Seehöhe 1.551m lediglich +5°C und für die Abfahrt musste erstmal eine Jacke her.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass das gesamte Rennen unsupported ist, d.h. jede(r) muss sich selbst um seine Verpflegung kümmern bzw. ist auf seine mitgebrachten Betreuer angewiesen.

Über die weiteren Kontrollpunkte Oberzeiring, Möderbrugg und Oppenberg erreichten die ersten AthletInnen am frühen Nachmittag die Wechselzone Sölksperre.

Nach so vielen Stunden im Gegenwind machte sich beim Abstieg vom Rad erste Erleichterung breit, aber die größte Herausforderung kommt erst noch, denn die Laufstrecke hat es wahrlich in sich!

Von der Strubschlucht läuft es sich bis Aich noch recht gut dahin, aber danach werden die Anstiege immer erbarmungsloser, spätestens ab der Silberkarklamm muss aus Sicherheitsgründen ein(e) LaufbetreuerIn mitlaufen.

Nach dem Kontrollpunkt Glösalm stellt sich der Berg Richtung Dachstein Südwandhütte so richtig auf, an Laufen war hier schon lange nicht mehr zu denken und das Wetter wurde immer schlechter, am Gipfelgrat wehte ein eisiger Wind und erste Regentropfen waren im Anmarsch! Hat man diesen letzten Checkpoint endlich erklommen, fühlt man sich bereits wie ein Sieger, die letzten Kilometer bergab zur Talstation stellen zwar noch zwei zu überwindende Schneefelder und sehr unwegsames Gelände in den Weg, dennoch ist das Finish nur noch reine Formsache.

Man läuft mit einem Dauergrinsen Richtung Ziel und wird von der Crew lautstark mit Kuhglockengeläut empfangen, Freude pur und Eindrücke für die Ewigkeit!!!

Der letzte offiziell gewertete Finisher erreichte nach 19h44min um 00:14 das Ziel, somit erreichten nur 59 TeilnehmerInnen das Ziel innerhalb der vorgegebenen Zeitvorgaben, Wahnsinn!

Dieser Bewerb ist mit keinem konventionellen Triathlon vergleichbar und wird von einer unglaublich sympathischen und freundlichen Crew mit sehr viel Liebe zum Detail geplant und umgesetzt, an dieser Stelle ein großes Lob an die Veranstalter und Volunteers, die jede(n) einzelne(n) TeilnehmerIn mit Begeisterung über den ganzen Tag hinweg begleiten.

Im Vordergrund steht das Erlebnis an sich, nicht die einzelnen Zeiten und Platzierungen, ich kann diesen Bewerb wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen!

Zuletzt noch ein großes DANKE an unsere treuen RSG Lebring Fans, die sich für den frühen Schwimmstart aus ihren Betten quälten, sowie der Familie Schwarzbauer für die Bereitstellung meines Support Autos.

Allen voran aber DANKE an unsere Fahrer/Laufbetreuer/Supporter Kerstin, Karin, Richard, Edmund und Gerhard, die uns über das ganze Wochenende hinweg bestens betreut und von Anfang bis Ende mitgefiebert haben!